Donnerstag, 29. Dezember 2011

Gute Vorsätze 2011 - Resümee

Am Anfang des Jahres hätte ich nicht gedacht, dass mir die Vintagemode so viel Spaß macht - jetzt bin ich beinahe süchtig nach den alten Schnittmustern :o)
Genießt mit mir die Kleidervielfalt des Jahres; was für eine Farbenpracht!


Januar: Arnold H 1351
Februar: Günthers Modenblatt 4/1957 - 15588
März: Praktische Mode 10/1958 - 22998
April: Meyers Schweizer Frauen- und Modeblatt 17/1956
Mai: Schwabe - Der neue Schnitt 7/1952 - 5257
Juni: GeJo Modenblatt "Mode und Handarbeit" 3/1951 - 2361
Juli: Schwabe - Der neue Schnitt 7/1952
August: Berlins Modenblatt 5/1955 - 82905
September: Schwabe - Der neue Schnitt 7/1952 - 5214
Oktober: Burda 2/1996 - 115
November: Schwabe - Der neue Schnitt 4/1957 - 1944
Dezember: Meyers Schweizer Frauen- und Modeblatt 11/1958 - 9806/218

Meine lieben Leser,
ich möchte mich bei Euch bedanken - für die vielen lieben Kommentare, für Inspiration & hilfreiche Hinweise, fürs Mutmachen & Neugierigsein! Ihr habt mir mehr als einmal geholfen, nicht alles in die Ecke zu schmeißen, sondern durchzuhalten.
Es ist so schön, dass Ihr an meiner Seite seid!

Freitag, 23. Dezember 2011

Weihnachtskleid Sew Along: 6. Präsentation

Da ist es, mein kuschliges, bequemes Weihnachtskleid!Ich bin so froh, das ich tapfer durchgehalten habe - es ist einfach herrlich gemütlich und so flauschig!! *wohlig seufz*
Jetzt kann Weihnachten kommen!

Danke Catherine für diese großartige Aktion!!
Ich wünsche Euch allen entspannte, friedliche Feiertage!

Donnerstag, 22. Dezember 2011

Gute Vorsätze: NovemberKLEID 1957

Die Streifenlösung gefiel mir bei diesem Kleid aus "Schwabe - der neue Schnitt 4/1957" Modell 1944 auf den ersten Blick.
Da ich aber kein komplett gestreiftes Kleid haben wollte, griff ich beim Rock auf den bewährten Grundschnitt vom Julikleid zurück.
Der Blick auf die Details zeigt: Ein bißchen Farbe tut dem Kleid gut. Und als ich auf dem Flohmarkt diese interessanten Schuhe im Vintage-Look fand (für sagenhafte 5 EUR), war ich ganz aus dem Häuschen.
Anpassen mußte ich wie immer die Länge des Oberteils (+5 cm). Warum mein Halsausschnitt enger ist als der des Titelmodells, weiß ich nicht; da wären mir ein paar Zentimeter mehr auch recht gewesen.
Beim Nähen gab es keine bösen Überraschungen, das kniffligste waren die Falten am Ärmelsaum :o)
Die Paßform ... nun ja. Der blusige Effekt ist ja ganz bequem, macht aber eine enorme Oberweite. Mir behagt das nicht so; ich fühle mich in den figurnahen Kleidern, die ich bisher genäht habe, wesentlich wohler.
Schnitt: Schwabe - der neue Schnitt 4/1957 - 1944 & 7/1952 - 5218
Stoff: feiner Baumwollstretch weiß-grau gestreift & bestickt; Leinen anthrazit
Fotos: entstanden Ende September bei einem Ausflug mit einer Museumsdampflok

Dienstag, 20. Dezember 2011

Weihnachtskleid Sew Along: 2. Versuch

Unter (Zeit)Druck arbeite ich immer noch am besten ...

1. Schnittmuster:
Keine Experimente mehr! Als Grundschnitt wählte ich kurzerhand ein Umstandskleid aus der Burda 6/2010, Modell 132. Aber der (burdatypische) Ausschnitt war mir zu luftig für ein Winterkleid, ebenso die kurzen Ämel.
Nach stundenlanger Suche fand ich ein kompartibles, winterlich kuschliges Oberteil mit langen Ärmeln in der Knipmode (Beilage) 11/2010, Modell 103.

2. Stoff:
Nach wie vor mein Wunschstoff von Anfang an, wohl das Beständigste bei diesem Weihnachtskleid-Projekt :o)
Aus schwarzer Spitze, Samtband & Satinband soll zum Schluß ein Unterbrustband entstehen, als festlich-verspieltes Detail auf diesem sonst eher schlichten Kleid.

3. Zuschnitt:
Da Sanne den Burdaschnitt zeitgemäß genäht hat, kannte ich die Tücken schon und habe gleich den Schnitt in Gr.36 kopiert (2 Größen kleiner als meine derzeitigen Brust-Hüfte-Maße).
Die 4 Schnittteile (Oberteil, vorderer Rock, Ärmel & Rückenteil) waren so flink zugeschnitten, da habe ich vor lauter Elan das Fotografieren vergessen ...

4. Nähen:
Auch eher unspektakulär; die Overlock kam erstaunlich gut mit dem Strickstoff zurecht.
Aber ich kann euch zeigen, wie die seitliche Raffung für den Babybauch zeitsparend & einfach geht - nämlich mit einem schmalen Gummiband! Das habe ich extrem gedehnt auf die Nahtzugabe aufgenäht:
Und so sieht die Verzierung aus:

5. Panik:
Oh nee, nicht schon wieder!!!
Oberteil: perfekt. Ärmel: herrliche Länge. Rücken: sitzt gut. Bauch: bäääh, immernoch zu weit & sackig!
Vorm Spiegel kam die Lösung ganz von selbst ...
Die Weite an der Seite wegzunehmen, ist sehr mühselig - dafür müsste ich die Rocknähte komplett auftrennen.
Am besten wäre es, den Stoff in der Mitte wegzunehmen, dann stimmen auch die Proportionen. Aber eine Mittelnaht sieht blöd aus! Halt mal! Wieso eine Naht? Wie wäre es mit einer Falte?!!
Ja! Jaaaa! So kann das Kleid mitwachsen!!
Hurra! Ich bin wieder mit dabei :o)

Wir sehen uns Freitag bei Catherine!

Montag, 19. Dezember 2011

Weihnachtskleid Sew Along: 5. Panik

Panik? Nein, wieso - ich habe doch noch soooo viel Zeit ...
(Hahaha, schön wärs!)

Das Probekleid ist schon eine Weile fertig ... aber es überzeugt mich nicht:
1) der Schnitt ist nicht geeignet für den wachsenden Bauch - die Falten, der Hinkucker, ziehen sich schräg zum Bauch anstatt schön zu fallen ... das hätte ich mir auch denken können, seufz!
2) der Stoff - weicher Interlockjersey, aber dehnbar bis zum gehtnichtmehr: Jetzt ist das Kleid viel zu groß!
Aber in den letzten 3 Monaten wird es bestimmt gut passen ...

Doch in die kleine Rüsche am Saum bin ich ganz verliebt :o)
Und nun?
Zurück auf Anfang: Schnittmuster-Suche
*seufz*

Donnerstag, 15. Dezember 2011

Gute Vorsätze: DezemberKLEID 1958

Obwohl ich es sehr vermisse, nähe ich seit Ende September keine Vintagekleider mehr - umständehalber - deswegen gibt es im Dezember ein Sommerkleid: Der Schnitt stammt aus "Meyers Schweizer Frauen- und Modeblatt" 11/1958 (Modell 9806/218)
Dieses Kleid gefiel mir auf den ersten Blick: schlicht, bequem und alltagstauglich! Beim Blick auf die Details zeigt sich allerdings ... "schlicht" ist gar nicht so einfach :o)
Der Schnittmusterbogen ist einer der übersichtlichsten, mit denen ich dieses Jahr gearbeitet habe; das Kopieren des Schnittmusters ging schne
ll & problemlos.
Anpassen mußte ich lediglich die Weite, da der Schnitt nur in Gr.102 (cm Brustweite) zur Verfügung steht. Aber nach den guten Erfahrungen der letzten Monate schreckt mich das jetzt nicht mehr ab *zwinker*.
Für die notwendige Länge des Oberteils reicht eine großzügige Nahtzugabe - die Schweizerinnen waren damals wohl ein paar cm größer als
die deutschen Damen.
Dank sehr gut verständlicher Anleitung ging das Nähen ganz leicht; nur die Ecken der Schulterpasse waren knifflig und stellten meine Geduld ziemlich auf die Probe.
Von der Paßform der "alten Kleider" bin ich jedes Mal wieder aufs Neue ganz begeistert! Da könnte sich Burda mal etwas abkucken, z.B. ein paar Abnäher.

Montag, 28. November 2011

Weihnachtskleid Sew Along: 3. Zuschnitt

So, jetzt gehts mir endlich besser:
Nachdem ich nicht nur den Vormittag, sondern eigentlich das ganze Wochenende damit verplempert habe, mich vor dem Zuschnitt zu drücken, habe ich jetzt mal eine andere Strategie ausprobiert: Belohnung!
Zufrieden genieße ich ... eine zweite Tasse Kaffee :o)

Der Zuschnitt ist für mich die schlimmste Stolperstelle bei einem Projekt: Wenn man nicht an alles (Nahtzugabe nicht vergessen; Stoffseite, Musterrichtung, Fadenlauf beachten; kein Schnittteil/Beleg vergessen) denkt, hilft nur noch Kreativität, um das Wunschmodell vor der Tonne zu bewahren.

Ich freue mich auf das Nähen des Probemodells. Vor allem bin ich gespannt, ob der wachsende Babybauch überhaupt reinpasst ... *zwinker*
Apropos Babybauch: DANKE, ihr Lieben! Wir haben uns riesig über die vielen Glückwunsche gefreut - ich bin immer noch ganz gerührt!!

Ob die anderen Weihnachtskleider schon zugeschnitten sind, könnt ihr bei Catherine sehen.

Donnerstag, 24. November 2011

Vorbereitung

In den letzten Wochen ist es ruhig geworden auf dem Blog; aufregend & spannend war (und ist) das Leben.
In ganz kleinen Schritten bereiten wir uns vor auf eine familienbeglückende Veränderung:
Dieses winzige Wesen wird, wenn alles gut geht, Ende Mai unser gut organisiertes, gemütliches Familienleben ordentlich auf den Kopf stellen.

Meine lieben Leser,
ich hoffe, ihr begleitet mich auch durch die Zeit der Umstandsmode und Babysachen.
Und ihr könnt euch sicher sein: Sobald ich
a) wieder (m)eine Taille habe und
b) nicht jede freie Minute in komatösen Schlaf sinke,
werden hier wieder Vintagekleider genäht!
Meine Wunschliste ist ellenlang, die Schnittmuster (die ich mit sehnsuchtsvollem Blick in den Schrank geräumt habe) zahlreich und der Stoffberg hoch genug, dass ich mich dahinter verstecken kann :o)

Welche Vorbereitungen noch so im Gange sind, könnt ihr bei Luzia Pimpinella sehen.

Montag, 21. November 2011

Weihnachtskleid Sew Along: 2. Stoffwahl

Den Stoff für mein Weihnachts(winter)kleid hatte ich ja schon gekauft, lange bevor ich mich für einen Schnitt entscheiden konnte:
Ein leichter, kuschliger Strickstoff aus Poly-Wolle in meiner winterlichen Lieblingsfarbe petrol.
*seufz*
Und weil ich mich, mal wieder, nicht so recht traue, das feine Stöffchen anzuschneiden, nähe ich (zum ersten Mal nach 15 Jahren) ein Probekleid aus dunkelblauen Jersey. So!
PS: Am Donnerstag erzähle ich euch, warum das Nähen momentan so ungewohnt kompliziert & aufwendig ist :o)

Bei Catherine findet ihr heute eine Stoffsammlung, die so manchen Ladenbesitzer neidisch machen könnte.

Montag, 14. November 2011

Weihnachtskleid Sew Along: 1. Schnittmuster

Das Schwierigste zuerst ... seufz!
Die ganze Woche habe ich mir zahlreiche Zeitschriften & Schnittmuster angeschaut, sortiert und verworfen: Was passt zu mir? Zum Stoff (den habe ich nämlich schon)? Und zu meinen Ansprüchen??
Entschieden habe ich mich für ... tatatada ...
Burda 3/2009.102
:
"Wie bitte?" werden meine treuen Leser jetzt wohl denken "So schlicht? So einfach? Und noch nicht mal ein Vintagekleid??"
Ja, dieses Jahr wird Weihnachten gemütlich, bequem und alltagstauglich. Weil ich dieses Kleid den ganzen Winter über tragen möchte (und deshalb bekommt es auch noch 3/4-lange Ärmel).

Bei Catherine findet ihr eine ganze Stange wunderschöner Weihnachtskleid-Schnittmuster :o)

Donnerstag, 27. Oktober 2011

"Das Syndikat der Spinne" von Andreas Franz

Und noch ein spanndendes Buch mit einem "Tier im Titel":

"An einem heißen Juniwochenende werden in einer Frankfurter Wohnung die unbekleideten Leichen von Andreas Wiesner und der Edelprostituierten Irina gefunden. Offenbar hat Wiesner erst seine Geliebte und dann sich selbst durch Kopfschuß umgebracht. Doch Kommissarin Julia Durant zweifelt an dieser Version des Tathergangs. Sie nimmt die Ermittlungen auf und gerät bald in den Dschungel des organisierten Verbrechens. Erschreckend in seiner Authenzität."

Für mich ist Andreas Franz einer der ganz Großen der deutschen Krimiautoren - wie schade, dass er bereits verstorben ist.
Sein Stil geht unter die Haut, egal welches Thema seinen Krimis zugrunde liegt. In diesem Buch geht es um Korruption und Bestechung; um die Zusammenhänge im organisierten Verbrechen; um Geldfluß und Einfluß und wer letztendlich wirklich das Sagen hat.


Mein Fazit: Wer spannende, gut recherchierte Unterhaltung sucht, die einem manchmal regelrecht den Atem raubt und dabei vor einem Blick auf die (grausame) Realität nicht zurückschreckt, ist bei diesem Autor genau richtig.

Gute Vorsätze: OktoberKLEID 50er Look

Diesen Monat gibt es ausnahmsweise ein Kleid im Vintage-Look. Der Schnitt stammt aus der Burda 2/1996, Modell 115 - genäht vor ... ähm ... 15 Jahren!!
Ich finde, es passt hervorragend in die 50er Jahre-Serie:
Überzogene Schultern, gewickelter Kragen, ein weich fallender, knielanger Rock - so herrlich ladylike.
Graublaue Viskose, zart gepunktet - der Stoff ist sehr bequem, auch wenn er ganz schön knittert.
Wer genau hinschaut, kann erkennen, dass ich früher nicht ganz so pingelig beim Nähen war; die Seitennaht ist ganz schön krumbelig ;o)
Beeindruckend finde ich den passenden Gürtel - wie habe ich den bloß so gut hinbekommen?
Viel wichtiger wäre aber: Wo, verflixt, bekomme ich so ein Gürtelschnallen-Set her?? Für die Vintagekleider wären passende Gürtel einfach toll.
Man mag es kaum glauben, aber ich habe diesen Monat das Kleid zum ersten Mal wirklich getragen. Wie konnte ich es nur sooo lange unbeachtet im Schrank lassen??!


Schnitt: Burda 2/1996 - 115
Stoff: graublaue Viskose mit weißen Pünktchen
Fotos: entstanden Anfang Oktober bei sommerlichen Temperaturen

Montag, 24. Oktober 2011

OTTOBRE - Kuutti, der mollige OutdoorSchlafsack

Am Samstag feierten wir bei frostigem Sonnenschein die Taufe meiner kleinen Nichte.
Jetzt kann ich euch endlich unser Geschenk zeigen:
Kuutti, der Outdoor-Schlafsack, aus der Ottobre 6/2010, Modell 6. Da mir das Robbendesign farblich ein wenig fad erschien, wählte ich schwarz, weiß und orange für einen kleinen, kuschligen Pinguin:
Beim Nähen sind Geduld und ein guter Handstaubsauger unbedingt erforderlich - nach dem Zuschnitt sah das Wohnzimmer aus, als hätte ich ein Schaf geschoren :o)
Nähanleitungen sind für mich ein rotes Tuch (man mag es kaum glauben, aber ich verstehe diese Sprache nicht), aber dieses Mal habe ich Schritt für Schritt die Anleitung abgearbeitet.
Und was soll ich sagen? Es klappte hervorragend - bis zum entscheidenden Punkt: Dem Einnähen der beiden Reißverschlüsse, die Innen- und Außenteil miteinander verbinden. Argh!! Letztendlich habe ich die letzte Naht (2. Reißverschluß innen) mit Hand genäht, weil mir völlig unerklärlich war, wo ich die hätte noch wenden können ...
Schnitt: Ottobre 6/2010 - 6 - Kuutti
Stoffe: schwarzer Teddyfleece, weißer Nicki, oranger Interlock, orange-weißgepunktete Baumwolle; schwarzes Bündchen und dicker, weißer Interlock innen

Mittwoch, 5. Oktober 2011

RosenKLEID - MMM

Heute mal: Me made Montag
Strahlender Sonnenschein bei herbstlichem Laubfall!! Herrlich! (und am Mittwoch ist es wieder kalt & naß und ich hab - noch immer - nichts anzuziehen)
Für den Schnitt habe ich völlig problemlos das Oberteil aus der Burda 2/11, Modell 101 mit dem Ballonrock aus der Knipmode 6/11, Variationsmodell 1 kombiniert:
Der Stoff ist Baumwollbatist, der ganz dezent mit einem leicht schillernden Blättchenmuster bedruckt ist.
Was die anderen Mädels tragen, findet Ihr bei Cat-and-Kascha!


Schnitt: Oberteil - Burda 2/11.101; Rock - Knipmode 6/11.1

Dienstag, 4. Oktober 2011

"Die Spur der Füchse" von Ken Follett

Das Monatsmotto "Tier im Titel" macht es mir mal leicht, ein paar Bücher aus meiner meterlangen will-ich-noch-lesen Reihe endlich auch zu lesen.

"Binnen weniger Stunden in London: Ein tolldreister Millionenraub wird verübt, ein hoher Politiker begeht einen rätselhaften Selbstmordversuch, ein Großkonzern wird in letzter Minute vor dem Konkurs gerettet, und ein Unterweltboß erlebt ein blutiges Fiasko.

Als ein junger Reporter dieses Netzwerk aus Korruption und Gewalt entwirrt, wird er zum Schweigen gebracht. Denn selbst die Presse ist nur eine Figur im teuflisch-genialen Plan eines Finanzhais - der Operation Obadja."

Ganz gleich, über welches Thema Ken Follett in seinen Büchern schreibt, eines ist sicher: Spannend ist es immer! Unerwartete Wendungen prägen seinen Stil und hinterher ist man ein bißchen klüger - für mich ist das das eigentliche Lesevergnügen.

"Schlangenhaus" von Sharon Bolton

Meine Wahl zum Thema "Tier im Titel":

"Der Schrecken bricht völlig unerwartet in das idyllische englische Dorf ein: Eine wahre Schlangenplage versetzt die Bewohner in Angst, und es kommt sogar zu Todesfällen. Die junge Tierärztin Clara Benning sucht nach einer Erklärung für das Phänomen und stößt auf eine Spur, die fünfzig Jahre in die Vergangenheit führt. Und nun drängt die Wahrheit mit tödlicher Macht ans Licht ... " (Klappentext)

Obwohl ich von ihrem ersten Werk "Todesopfer" sehr begeistert war, zögerte ich eine Weile - Schlangen stehen auf meiner Hitliste ziemlich weit unten, knapp vor Spinnen & Krabbeltieren - bereut habe ich es zu keiner Zeit.
Die Geschichte ist von Anfang an spannend und es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen (sei es auch nur zum Schlafen :o). Unerwartete Wendungen und die nächtlichen Streifzüge führten bei mir beinahe dazu, dass ich die Kinder angeraunzt hätte - Sie müssen jetzt mal leise sein, sonst fliegen wir alle auf! - kurz gesagt: Ich war mittendrin!
Die junge Tierärztin ist sehr sympatisch, tatkräftig und unerschrocken; Tiere sind ihr lieber als Menschen. Die britische Landschaft & Architektur finde ich wundervoll - erholsam, entspannend und eine Wohltat für die Seele - ob nun gelesen oder live schon oft gesehen.

Meine Empfehlung: Für
Thrillerfans absolut lesenswert!

Mittwoch, 28. September 2011

BURDA RöschenBLUSE - MMM

Eine Szene aus dem Leben:
Mein Mann hat es eilig, er muß zur Arbeit - es bleibt leider keine Zeit zum "Posen" und natürlich ruft auch noch die beste Freundin an während ich einen prüfenden Blick in den Spiegel werfe ... :o)
Der Schnitt ist aus der Burda 6/2008, Modell 105.
Ich finde die verspielte Kräuselung in der Seite einfach toll! Ein figurfreundliches Blüschen, mit deren Paßform bin ich rundum zufrieden bin.
Beim Nähen der Kräuselung habe ich es mir einfach gemacht und einen schmalen Gummi gedehnt auf die Nahtzugabe aufgenäht & ratzfatz kräuselt sich die Naht:
Was die anderen Mädels heute tragen seht ihr bei Cat-and-Kascha!

Dienstag, 27. September 2011

Gute Vorsätze: SeptemberKLEID 1952

Diesen wunderschönen Schnitt fand ich in Schwabe - Der neue Schnitt 7/1952, Modell 5214.
Der Marine-Look gefällt mir schon seit Jahr(zehnten), dunkelblau ist eine meiner Lieblingsfarben und die raffinierten Details - cooler Kragen; großzügiger, eckiger Ausschnitt; Knöpfe - machen das Kleid perfekt.
Der Schnittmusterbogen von Schwabe lässt sich leicht kopieren, den Musterlinien kann man gut folgen und Abnäher & Ansatzzahlen finden sich schnell. Ein weiterer großer Vorteil: Es gibt eine gut verständliche Nähanleitung!!
Anpassen mußte ich wie immer das Oberteil: Die fehlenden 3 cm habe ich knapp unterm Ausschnitt und im unteren Drittel zugegeben. Jetzt sitzt es zwar perfekt, aber es hätten auch noch 2 cm mehr sein können, meine Wohlfühl-Taille liegt ca. 3 cm unter der traditionellen Taille.
Das Nähen hat viel Spaß gemacht: Ich finde es jedes Mal wieder sehr spannend, zu sehen, wie sich die einzelnen Teile zusammenfügen und zu hoffen, dass zum Schluß auch alles passt. Die kniffligste Stelle war beim Aufnähen des weiß-roten Zierstreifens darauf zu achten, den Besatz innen mitzufassen.
Die Paßform ist einfach erstaunlich - das gefällt mir so bei den alten Modellen. Dem Rock fehlen leider ein paar Zentimeter, weil die Taille höher liegt. Und der Kragen würde mit einer stärkeren Vlieseline besser (ab)stehen - aber das sieht wahrscheinlich keiner außer mir :o)

Schnittmuster: Schwabe - Der neue Schnitt 7/1952.5214
Stoff: marineblauer Baumwollbatist
Fotos: entstanden Anfang August am Columbia Hotel, Wilhelmshaven