Samstag, 26. Februar 2011

"Ein schwarzes Schaf" von Anne Kneip

Meine Wahl zum Motto "Farbe":
"Eine Neunzehnjährige tauscht "tausend Schritte ins Ungewisse gegen die gewohnten Wege der ... sozialistischen Sicherheit" und wagt, allein auf sich gestellt, das, was eigentlich unmöglich schien: die Flucht in die Bundesrepublik Deutschland über ein Drittland. Eine Reise nach Algerien wird zu einer Reise in die Freiheit. Die Umstände der abenteuerlichen Flucht der Anne Kneip aus der DDR im Jahr 1984 erhellen schlaglichtartig ein Stück ostdeutscher Wirklichkeit" (Klappentext)

Ich konnte es kaum abwarten, dieses Buch, ein Geschenk, zu lesen. Und am Ende des Tages hatte ich die 181 Seiten verschlungen, mit klopfendem Herzen. Als in Algerien der Stein flog, zog ich den Kopf ein und bei der Paßkontrolle am Pariser Flughafen brach mir der Schweiß aus.
Anne Kneip hat mich mitgenommen auf Ihre Flucht und ich war von der ersten Seite an mittendrin.
Für mich war es eine Reise in meine eigene Vergangenheit - 18 Jahre habe ich im Sozialismus überlebt, als schwarzes Schaf (als Pfarrerstochter), und das Mißtrauen, von dem Sie erzählt, kenne ich nur zu gut.
Wortgewand und unterhaltsam, die sozialistischen Charaktere genaustens getroffen ... absolut empfehlenswert!!

Donnerstag, 24. Februar 2011

Keep calm and lure spring

~ Kuschliges gegen die Kälte ~

~ Let's (Square) dance! ~

Dank Luzia Pimpinella ist dieser Donnerstag lagunentürkis - meine Lieblingsfarbe!!!

Dienstag, 22. Februar 2011

Leo LONGSHIRT

Das Töchterchen maulte ja zu Recht - in der letzten Zeit habe ich für mich genäht (wenn überhaupt).
Auf ihrer Wunschliste ganz oben stand ein Longshirt mit breitem Bund und cooler, zerlumpter Optik *schüttel*:
Der Schnitt aus der La mia Boutique 9/2010, Modell 30
eignete sich hervorragend. Ich habe lediglich die unteren 15 cm des Shirts durch den Bund ersetzt und den Ausschnitt nicht ganz so weit geschnitten.
Bevor es in der Waschmaschine verschwand (damit sich der Jersey rollt), sah das T-Shirt so aus:
Die Tochter ist total begeistert und kann überhaupt nicht glauben, dass ihre super ordentlich-penible Mum den Stoff zerschnitten hat ;o)

Donnerstag, 17. Februar 2011

Keep calm and lure spring

Spiele mit der ganzen Familie sind sehr wirkungsvoll zur Stimmungssteigerung an grauen Tagen :o)
Noch mehr pfefferminzgrüne Bilder findet Ihr bei Luzia Pimpinella.

Donnerstag, 10. Februar 2011

Keep calm and lure spring

Luzia Pimpinella hat zu einer farbenfrohen Fotoaktion aufgerufen - was für eine tolle Idee!
Diese Woche ist limettengrün:

~ Frühling im Wohnzimmer~

~ das nächste Projekt ~

~ dieser kleine Kerl sorgt immer für gute Laune ~

Grün ist zwar nicht gerade "meine" Farbe, aber sehr wirkungsvoll gegen das kühle Grau der letzten Woche.

Mittwoch, 9. Februar 2011

Gute Vorsätze: FebruarKLEID 1957

Das Vintagekleid des Monats ist ein Tee(rosen)kleid nach einem Schnitt aus "Günthers Modenblatt" von 1957 geworden:
Der Weg war beschwerlich, aber das Ergebnis war die Mühe wert:Jetzt sitze ich im herrlichsten Sonnenschein und warte sehnsüchtig auf frühlingshafte Temperaturen, damit ich mein neues Kleid auch (länger als fürs Fotoshooting) anziehen kann :o)

Dienstag, 8. Februar 2011

Gute Vorsätze: Stolpersteine II

Mädels, ich danke euch! Ihr seid großartig!!!
Bei eurem Vertrauen in meine Fähigkeiten konnte ich das Kleid gar nicht (wie eigentlich gewollt nach dem holprigen Start) bis Ende des Monats liegenlassen :o)
Ein großes DANKESCHÖN für soviel Motivation!!

4. Stoffverbrauch
Habt ihr auf der technischen Zeichnung den Stoffverbrauch gesehen?
Problem: Schlappe 5 m (bei 90 cm Breite)!! Ich habe ja viel Stoff, aber nicht am Stück.
Lösung: Stoff kaufen!!
Aber: "Nein!!" ruft mein Mann energisch "Die Lagerkapazität unserer Wohnung ist bei weitem überschritten! Der wird jetzt verarbeitet (und wenns nicht reicht, dann nimm die Vorhänge :o)
neue Lösung: Rockform verändern, so dass 2 m ausreichen.

5. Stoffmuster
Das hat mir letztendlich die meisten Bauchschmerzen gemacht, im wahrsten Sinne. Mein Harmonie-, Symmetrie-, Farb- & Wohlfühlempfinden scheint sich in meinem Bauch zu befinden.
Problem: Die Retromuster sind nicht so mein Fall, und auch großgemusterte Stoffe finde ich schwierig zu verarbeiten. Blümchen sind gut und Pünktchen liebe ich.
Aber: Welches Muster passt zum Kleidstil? Zum Vintage-Look? Zu mir??
Die Suche im "Lager" dauerte eine ganze Weile ...
Hier die "echten" Retrostoffe (90 cm breit):
und leichte Baumwolle in größeren Mengen:
Lösung: Ich will ein sommerliches Rosen-Kleid!
Entschieden habe ich mich für diesen Stoff:
Aber: Hoffentlich sieht es am Ende nicht wie ein Nachthemd aus ...

PS: Das Kleid ist FERTIG!

Freitag, 4. Februar 2011

Gute Vorsätze: Stolpersteine

Boah, da habe ich mir ja was vorgenommen ...
Nein, ein neues (altes) Kleid gibt es heute noch nicht. Haha! Auf dem Weg dahin begegnen mir so einige Stolpersteine. Davon will ich euch berichten:

1. Aussuchen & entscheiden:
Seit Tagen blättere ich durch 4 Zeitschriften aus den 50er Jahren: "Wow, das Kleid ist toll! Oh, das aber auch! Und das erst!!"
Aber: Vor 60 Jahren gab es jedes Modell nur in einer Größe! Konkret heißt das: Die Aha-Modelle sind natürlich zu groß und die in meiner Größe sind selten sensationell. Natürlich!
Lösung: Schnitt verkleinern. Das wollte ich ja unbedingt lernen ...
Gestern habe ich mich entschieden:
Modell G 15588 aus "Günther Modenblatt" 4/1957 soll das nächste Kleid werden.

2. Schnitt kopieren:
Was habe ich mich geärgert, als Burda im letzten Jahr die Anzahl der Schnittmusterbögen halbierte - Unübersichtlichkeit pur.
Im Vergleich zu den Bögen der 50er Jahre sind sie immerhin schön bunt.Problem: Ich schaue auf den Bogen und sehe schwarz. Die vielen Zeichen erinnern mich ans Morsen. Das kann ich aber auch nicht.
Lösung: Glück gehabt! Der Vorbesitzer hat dieses Kleid auch schon genäht und die Schnittteile mit Buntstift nachgezeichnet.

3. Schnittmuster zusammensetzen:
Problem: Vorderteil 1 (ok), Vorderteil 2 (aha), Vorderteil 3 (??). Wie passen die zusammen??
Lösung: Ahhh, es sind ja wenigstens Zahlen dran! Das war's dann aber auch schon. Eine Nähanleitung gibt es nicht. Diese Zeichnung ist alles, was die Hobbyschneiderin von 1957 benötigte. Respekt!

Mein Tatendrang ist verflogen. Immerhin habe ich es geschafft, das Schnittmuster zu kopieren und die Zusammensetzung zu verstehen.
Weitere Stolpersteine demnächst ...