Donnerstag, 27. Oktober 2011

"Das Syndikat der Spinne" von Andreas Franz

Und noch ein spanndendes Buch mit einem "Tier im Titel":

"An einem heißen Juniwochenende werden in einer Frankfurter Wohnung die unbekleideten Leichen von Andreas Wiesner und der Edelprostituierten Irina gefunden. Offenbar hat Wiesner erst seine Geliebte und dann sich selbst durch Kopfschuß umgebracht. Doch Kommissarin Julia Durant zweifelt an dieser Version des Tathergangs. Sie nimmt die Ermittlungen auf und gerät bald in den Dschungel des organisierten Verbrechens. Erschreckend in seiner Authenzität."

Für mich ist Andreas Franz einer der ganz Großen der deutschen Krimiautoren - wie schade, dass er bereits verstorben ist.
Sein Stil geht unter die Haut, egal welches Thema seinen Krimis zugrunde liegt. In diesem Buch geht es um Korruption und Bestechung; um die Zusammenhänge im organisierten Verbrechen; um Geldfluß und Einfluß und wer letztendlich wirklich das Sagen hat.


Mein Fazit: Wer spannende, gut recherchierte Unterhaltung sucht, die einem manchmal regelrecht den Atem raubt und dabei vor einem Blick auf die (grausame) Realität nicht zurückschreckt, ist bei diesem Autor genau richtig.

Gute Vorsätze: OktoberKLEID 50er Look

Diesen Monat gibt es ausnahmsweise ein Kleid im Vintage-Look. Der Schnitt stammt aus der Burda 2/1996, Modell 115 - genäht vor ... ähm ... 15 Jahren!!
Ich finde, es passt hervorragend in die 50er Jahre-Serie:
Überzogene Schultern, gewickelter Kragen, ein weich fallender, knielanger Rock - so herrlich ladylike.
Graublaue Viskose, zart gepunktet - der Stoff ist sehr bequem, auch wenn er ganz schön knittert.
Wer genau hinschaut, kann erkennen, dass ich früher nicht ganz so pingelig beim Nähen war; die Seitennaht ist ganz schön krumbelig ;o)
Beeindruckend finde ich den passenden Gürtel - wie habe ich den bloß so gut hinbekommen?
Viel wichtiger wäre aber: Wo, verflixt, bekomme ich so ein Gürtelschnallen-Set her?? Für die Vintagekleider wären passende Gürtel einfach toll.
Man mag es kaum glauben, aber ich habe diesen Monat das Kleid zum ersten Mal wirklich getragen. Wie konnte ich es nur sooo lange unbeachtet im Schrank lassen??!


Schnitt: Burda 2/1996 - 115
Stoff: graublaue Viskose mit weißen Pünktchen
Fotos: entstanden Anfang Oktober bei sommerlichen Temperaturen

Montag, 24. Oktober 2011

OTTOBRE - Kuutti, der mollige OutdoorSchlafsack

Am Samstag feierten wir bei frostigem Sonnenschein die Taufe meiner kleinen Nichte.
Jetzt kann ich euch endlich unser Geschenk zeigen:
Kuutti, der Outdoor-Schlafsack, aus der Ottobre 6/2010, Modell 6. Da mir das Robbendesign farblich ein wenig fad erschien, wählte ich schwarz, weiß und orange für einen kleinen, kuschligen Pinguin:
Beim Nähen sind Geduld und ein guter Handstaubsauger unbedingt erforderlich - nach dem Zuschnitt sah das Wohnzimmer aus, als hätte ich ein Schaf geschoren :o)
Nähanleitungen sind für mich ein rotes Tuch (man mag es kaum glauben, aber ich verstehe diese Sprache nicht), aber dieses Mal habe ich Schritt für Schritt die Anleitung abgearbeitet.
Und was soll ich sagen? Es klappte hervorragend - bis zum entscheidenden Punkt: Dem Einnähen der beiden Reißverschlüsse, die Innen- und Außenteil miteinander verbinden. Argh!! Letztendlich habe ich die letzte Naht (2. Reißverschluß innen) mit Hand genäht, weil mir völlig unerklärlich war, wo ich die hätte noch wenden können ...
Schnitt: Ottobre 6/2010 - 6 - Kuutti
Stoffe: schwarzer Teddyfleece, weißer Nicki, oranger Interlock, orange-weißgepunktete Baumwolle; schwarzes Bündchen und dicker, weißer Interlock innen

Mittwoch, 5. Oktober 2011

RosenKLEID - MMM

Heute mal: Me made Montag
Strahlender Sonnenschein bei herbstlichem Laubfall!! Herrlich! (und am Mittwoch ist es wieder kalt & naß und ich hab - noch immer - nichts anzuziehen)
Für den Schnitt habe ich völlig problemlos das Oberteil aus der Burda 2/11, Modell 101 mit dem Ballonrock aus der Knipmode 6/11, Variationsmodell 1 kombiniert:
Der Stoff ist Baumwollbatist, der ganz dezent mit einem leicht schillernden Blättchenmuster bedruckt ist.
Was die anderen Mädels tragen, findet Ihr bei Cat-and-Kascha!


Schnitt: Oberteil - Burda 2/11.101; Rock - Knipmode 6/11.1

Dienstag, 4. Oktober 2011

"Die Spur der Füchse" von Ken Follett

Das Monatsmotto "Tier im Titel" macht es mir mal leicht, ein paar Bücher aus meiner meterlangen will-ich-noch-lesen Reihe endlich auch zu lesen.

"Binnen weniger Stunden in London: Ein tolldreister Millionenraub wird verübt, ein hoher Politiker begeht einen rätselhaften Selbstmordversuch, ein Großkonzern wird in letzter Minute vor dem Konkurs gerettet, und ein Unterweltboß erlebt ein blutiges Fiasko.

Als ein junger Reporter dieses Netzwerk aus Korruption und Gewalt entwirrt, wird er zum Schweigen gebracht. Denn selbst die Presse ist nur eine Figur im teuflisch-genialen Plan eines Finanzhais - der Operation Obadja."

Ganz gleich, über welches Thema Ken Follett in seinen Büchern schreibt, eines ist sicher: Spannend ist es immer! Unerwartete Wendungen prägen seinen Stil und hinterher ist man ein bißchen klüger - für mich ist das das eigentliche Lesevergnügen.

"Schlangenhaus" von Sharon Bolton

Meine Wahl zum Thema "Tier im Titel":

"Der Schrecken bricht völlig unerwartet in das idyllische englische Dorf ein: Eine wahre Schlangenplage versetzt die Bewohner in Angst, und es kommt sogar zu Todesfällen. Die junge Tierärztin Clara Benning sucht nach einer Erklärung für das Phänomen und stößt auf eine Spur, die fünfzig Jahre in die Vergangenheit führt. Und nun drängt die Wahrheit mit tödlicher Macht ans Licht ... " (Klappentext)

Obwohl ich von ihrem ersten Werk "Todesopfer" sehr begeistert war, zögerte ich eine Weile - Schlangen stehen auf meiner Hitliste ziemlich weit unten, knapp vor Spinnen & Krabbeltieren - bereut habe ich es zu keiner Zeit.
Die Geschichte ist von Anfang an spannend und es fällt schwer, das Buch aus der Hand zu legen (sei es auch nur zum Schlafen :o). Unerwartete Wendungen und die nächtlichen Streifzüge führten bei mir beinahe dazu, dass ich die Kinder angeraunzt hätte - Sie müssen jetzt mal leise sein, sonst fliegen wir alle auf! - kurz gesagt: Ich war mittendrin!
Die junge Tierärztin ist sehr sympatisch, tatkräftig und unerschrocken; Tiere sind ihr lieber als Menschen. Die britische Landschaft & Architektur finde ich wundervoll - erholsam, entspannend und eine Wohltat für die Seele - ob nun gelesen oder live schon oft gesehen.

Meine Empfehlung: Für
Thrillerfans absolut lesenswert!